Mittwoch, 20. Juli 2011

Methodisch angelegte Untersuchungsanordnung

Mit den gleichen Suchworten finde ich bei Google als erste drei Treffer einen Text von Spinoza, einen Text von Hegel und die Montageanleitung der „Surfbretthalterung für ein Hubdach“ (was auch immer ein Hubdach sein mag).
Gesucht habe ich etwas zum Sein des Dings, zum Wesen des Seienden und der Unterscheidung der Dinge von Nicht-Dingen. - Ist es möglich, dass die Surfbretthalterungsanleitung ein hermetischer Text ist, der Spinozas Ethik und Hegels Logik der Wissenschaft in nichts nachsteht? Und steht dies möglicherweise in Zusammenhang mit einem Ereignis, das kaum gefeiert wurde, aber dennoch für sich gesehen recht erstaunlich ist (Ergebnis Nr. 4): ein in Gefangenschaft aufgewachsener Eisbär löst Rubic’s Cube (den Zauberwürfel aus den 80ern).
Der nächste logische Treffer: „Kein Ding der Welt liegt außerhalb des Bereiches der Vorsehung.“ – und dieses Leben, da bin ich mir plötzlich ganz sicher – ist doch nur ein Experiment.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Unser Leben ist schon eine Art Versuchsanordnung. Beginnend vom Kindesalter an, wo Phasenweise alles ausprobiert wird, bis hin zum Erwachsenenalter, wo wir uns in der Arbeitswelt und besonders auch in Beziehungen immer wieder ausprobieren. Manche Entscheidungen treffen wir selbst. Die meisten jedoch sind dem Zufall verschuldet.
Manche Menschen sind zudem in ihrem Leben deutlich experimentierfreudiger. Andere ziehen sich lieber zurück und wagen weniger, aus Angst vor Fehlversuchen.

Anonym hat gesagt…

Versuchsanordnung?
Da steckt doch wieder so ein merkwürdiges Gottesbild dahinter.
Ich glaube, dass ich allein für mein Leben verantwortlich bin. Ich lenke die Geschicke meines Lebens und im besten Falle so, dass ich irgendwann mit einem guten Gewissen von dieser Welt scheiden kann.
- carpe diem -

Anonym hat gesagt…

Es bedarf keines Gottesbildes, um eine Nicht- Eigenverantwortlichkeit des Seins anzunehmen. Betrachten wir den Prozess unserer Entscheidungsfindungen, so muss einem unweigerlich klar werden, dass mehr eine Rolle spielt als das eigene Wollen. Den unser wollen ist determiniert durch die Einflüsse, die uns umgeben. Durch soziale Regeln, Normen und Grenzen. Aus diesem Regelwerk auszubrechen bedeutet ein Stück Freiheit und Unabhängigkeit? oder ist es doch nur Determination- der Wunsch sich aufzulehenen, geboren aus der uns umgebenden Gesellschaftsstruktur, der uns dahin leitet. In diesem Sinne... Carpe Noctem

Anonym hat gesagt…

Die Nacht nutzen ist eine gute Idee. Da kann ich mir überlegen, wie ich mich von diesen ganzen gesellschaftlichen Regeln und Normen befreie - meine ganz persönliche Revolution.